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30. Oktober 2005

Winterzeit

Du bist was ganz besonderes.” sagte sie zu ihm.
In dieser Samstagnacht erreichte die Verwirrung in seinem Kopf den absoluten Höhepunkt…
Gleich 2 Uhr.” dachte er.
Sie telefonierten nun schon beinahe 3 Stunden und er entschloss sich, schlafen zu gehen. Sie beendeten das Telefonat, sie mit dem Satz “Ich danke dir, du tust mir gut.
Das hatte er noch nie gehört. Warum jetzt? Warum von ihr? Das konnte er nicht glauben. Es war wie eine Absolution- der Höhepunkt euphorischer Endorphine. Er dachte an Feuerwerk, Sonnenschein. Glück.
Aber er war so verwirrt. Gestern wollte sie noch nichts von ihm wissen und heute gibts permanente Lobeshymnen. Spielte sie nur mit ihm? Er schaute auf die Uhr, es war 02:59 Uhr.
Seine Blicke wandten sich aber nicht von der Uhr ab, denn einer seiner Ticke war es, Schnaps- und möglichst glatten Uhrzeiten zu beobachten. Er sah wie die Uhr erneut auf 02 Uhr umschlug und ihm fiel erneut ein, dass ab jetzt Winterzeit zählt.
Winterzeit. Das hieß für ihn Depressionen, Dunkelheit, grauer Himmel.
Vor gut einem Jahr hatte er sich noch weit fort gewünscht.
München, Rio, Melbourne.
Allein.
Doch im Fortlaufen des Jahres konnte er seine Einsamkeit vergraben und zeigte seine Sonnenseite. Und sein soziales Umfeld dankte es ihm, indem es einfach größer wurde. Doch dann kam sie.
So schön- so lieb…und sie interessiert sich für Dinge, die von ihm noch niemand wissen wollte. Er schrieb ihr einen Brief, obwohl er wusste, dass sie ihn niemals lesen würde.
Noch in dieser Nacht packte er seine Sachen.
Ihn quälte es; Ungewisstheit, Furcht vor neuem. Diese Veränderungen konnte er nicht ertragen.

Einige Wochen später, war er an einem anderen Ort. Weit weg von ihr, von ihnen, von allen. Und er spürte, das was nicht stimmte. Er reiste auf dem schnellsten Wege zu Ihr, wo er ihre Eltern antraf. Sie gerichteten ihm, dass sie sich ihr Leben nahm. Ihm versteinerte es die Mine, und er fühlte eine Mischung aus lähmendem Schock und ohnmächtige Trauer. Liebeskummer, so schrieb sie im Abschiedsbrief, war der Grund. Mehr wüssten sie nicht, nur dass sie jemanden vermisste.




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