“Die Summe aller Teile, reduziert auf eine Zeile.”
Was bleibt übrig, wenn man Leben konsumiert? Und wie lebt man eigentlich?
Der Versuch solche Gedankengänge - und Gefühle - textlich zu materialisieren könnte ein Ding der Unmöglichkeit werden; Aber jeder braucht ja eine Aufgabe.
Nachdem die Band “timmerhell.” ohne Sängerin war, sah sich ihr Gitarrist Gavin Kahpunkt dazu gezwungen, den kreativen Output in eine neue Richtung zu lenken; Alleine. Tagebuch wird geführt; Texte entstehen; Musik wird gebaut. Hunger for distance wird geboren.
Die Idee ist; Weg von der ideellen Männlichkeit. Weg von der Klischeesteuerung. Weg von stumpfen HiGain-Gitarren, ohne Daseinsberechtigung. Hin zur Musik. Wenn die Musik den Weg vorgibt, muss er richtig sein. Aber wichtig: Wenn es nur um Musik ging, war das alles ein großer Irrtum.
Im Oktober 2008 entsteht die erste Demo-EP, die gratis zum Download steht. Und die nicht die Letzte ihrer Art sein soll. Geplant sind die ersten Konzerte mit Liveband und das erste Album. Geschrieben wird immer. Und vielleicht ist sie ja schon fertig.
Kunst ist Suizid. Suizid ist Kunst. Und Kunst ist Kunst.
Wenn ich so etwas lese wie “überschüssige Kreativität” und “daher _musste_ ein Soloprojekt her”, bekomme ich das Gefühl, das doofe Gründefinden erreicht eine neue Dimension. Ich finde viel mehr ,dass ein Soloprojekt hermuss, wenn man selber eine Richtung einschlagen will/mit Dingen experimentieren will, von denen man nicht genau weiß, ob sie richtig sind, bzw., ob sie die Band mitmachen würden oder ob es klug wäre, weil ein Zurück ja nie so koscher ist.
Wenn ich Solomusik mache, dann, weil meine Band einen anderen Sound braucht/hat/will. Oder, weil ich einen anderen Sound für mich will. Dreh es, wie du willst.
Aber doch nicht, weil ich zuviele Ideen habe. Dann sammel ich die und bin froh, wenn meine Band mehr hat. Oder?
Sorry, das musste raus. Gute Nacht.