strickleiter.net

27. November 2008

Das geht mir auf den Wecker.

Wie nervig: Da hat man einmal im Leben frei, weil sich über die Bestimmung, dass keine Schule ausfallen solle, hinweggesetzt wird, um den Tag der offenen Tür vorzubereiten und dann? Vergess’ ich den Wecker auszustellen.

Ich verfluche denjenigen, der die Idee hatte, dass ich den Wecker auf “Werktags” stellen kann und somit nicht mehr ans tägliche Stellen gebunden bin. Ohne ihn würde ich jetzt noch schlafen. Vielleicht.

4. November 2008

Tomte - Heureka

Es nebelt. Du gehst spazieren, in einer Welt, die inzwischen mehr Winter als Sommer ist. Und du lebst - das fühlst du.

Auf den Ohren hast du den Schutz, den du immer brauchst, wenn du unter Menschen gehst, die du nicht kennst. Und was hat das zu bieten? Wer jault dir da ins Ohr? Richtig. Thees Uhlmann und seine Mittomter.
Und du fühlst, dass du lebst. Seit langer Zeit wieder.

Nach dem Vorgänger “Buchstaben über der Stadt” sind Tomte wieder bitterehrlich. Und können auch mal traurig sein. Nicht, dass die “Buchstaben” schlecht waren; Nur anders.
Und jetzt? Alles wieder großartig.

Deswegen liebe ich diese Band. Und diese Platte.

1. November 2008

Keinen Aufreger

Halloween; das war toll. Und ich möchte mich jetzt nicht über die Verkehrtheit äußern, Amerikanische Feste zu importieren. Oder darüber, dass das Aufregen verkehrt wäre… (um zu vermeiden, dass man mich auf diese Äußerung festnageln kann…)

Ich will nur sagen: Ich mag das alles. Ich habe keine Probleme mit meinem Alter (-> NEON) und auch sonst fühle ich mich eigentlich heute recht wohl.

Das neue Album vom Farin Urlaub Racing Team ist wirklich ganz nett; Wenn auch nicht so überraschend großartig wie das Letzte (Am Ende der Sonne); Aber wirklich ist’s ja ein Grower.

Und das Tomte-Album wird dann noch gehört. Und durchgearbeitet; Freitag geht’s ja nach Bochum.

Der November ist da. Schöner Monat mit vielen Ereignissen. Und das nächste Jahr wird auch wieder großartig. Das Leben kann so schön sein.

PS: Bilder folgen natürlich. Wie immer.

27. Oktober 2008

hunger for distance 10/08

“Die Summe aller Teile, reduziert auf eine Zeile.”

Was bleibt übrig, wenn man Leben konsumiert? Und wie lebt man eigentlich?
Der Versuch solche Gedankengänge - und Gefühle - textlich zu materialisieren könnte ein Ding der Unmöglichkeit werden; Aber jeder braucht ja eine Aufgabe.

Nachdem die Band “timmerhell.” ohne Sängerin war, sah sich ihr Gitarrist Gavin Kahpunkt dazu gezwungen, den kreativen Output in eine neue Richtung zu lenken; Alleine. Tagebuch wird geführt; Texte entstehen; Musik wird gebaut. Hunger for distance wird geboren.

Die Idee ist; Weg von der ideellen Männlichkeit. Weg von der Klischeesteuerung. Weg von stumpfen HiGain-Gitarren, ohne Daseinsberechtigung. Hin zur Musik. Wenn die Musik den Weg vorgibt, muss er richtig sein. Aber wichtig: Wenn es nur um Musik ging, war das alles ein großer Irrtum.

Im Oktober 2008 entsteht die erste Demo-EP, die gratis zum Download steht. Und die nicht die Letzte ihrer Art sein soll. Geplant sind die ersten Konzerte mit Liveband und das erste Album. Geschrieben wird immer. Und vielleicht ist sie ja schon fertig.

Kunst ist Suizid. Suizid ist Kunst. Und Kunst ist Kunst.

15. Oktober 2008

Leben ist… (5)

…nicht mehr als etwas, auf das man sich einigen konnte. In der Pubertät kommt diese Phase. Diese Fragerei. Diese Sinnkrise. Und wie soll man mit alldem klarkommen, was da draußen auf einen lauert? Dieser tägliche Rausch zwischen der elenden Scheiße und einer gesunden Prise Mordlust?

Das Abkommen mit sich selber, eben nicht den Abzug zu suchen. Sondern den Aufzug. Nach oben, bitte.

Viele schaffen es, manche nicht. Bleiben auf der Strecke. Landen in einem Meer, das sie mehr quält als der Alltag. Indem ich nicht augenblicklich tötet, sondern langsam leidend ertrinken lässt.

11. Oktober 2008

Der Donnerstag…

Ich lag im Bett. Mehr als krank. Auf mich sprudelten eine Kombination aus Grippe, schwere, eitrige Bindehautentzündung (sic!) und Migräne, die zum Kotzen war (haha…) ein. Leben in Zufriedenheit geht anders. Aber ich hab’s ja überlebt. Und Freitag lebte es sich schon viel mehr.

31. August 2008

zwei Herzen

Es holt einen immer ein, denke ich, während ich durch die Gegend fahre, wo ich früher gewohnt habe. Gelebt habe.

Diese Bäume - seit Jahren nicht gesehen oder drüber nachgedacht - sehen ein wenig so aus, als hättest du sie exakt 1:1 aus dem Kopf abzeichen können und du fragst dich ein wenig, wieso die einfache Welt - so leicht und beschwert wie sie war - genauso leicht auch zusammenbrechen - zerfallen - konnte. Ohne, dass du etwas dazu beitragen musstest.
Aus dem Autoradio kommt ein Lied. Nagel schreit dich an “ALLES ZIEHT VORBEI!” - so ist das. Du drückst den Knopf. “Repeat.”

Für diesen Moment, hast du dich einfach mal so nah, direkt und privat, wie schon lange nichtmehr. Vermutlich hat der Heranreifungsprozess - das Alter - diese Distanz zu dir aufgebaut. Es gibt kein “Ich geh mal in die Stadt - mal schauen, warum.” mehr - Es ist ein: “Ich muss mal wieder in die Stadt - Buch XY kaufen - aber ich habe keine Zeit.”

“Geradeaus ins Nichts, denn genau da komm ich her’. Dieser gute, warme Ort.” singt er. Schon zum siebten oder achten Mal. Du nickst - und während dir noch die Tränen über die Wangen kullern - nicht mehr als 4 Stück - willst du weiter. Es fällt dir schwer, Jugend oder Kindheit mit dem “Heute” zu koordinieren. Es sind zwei Welten. Zwei Leben. Zwei Dimensionen - vermutlich sogar zwei Paralleluniversen.
Du wendest. Der Wendehammer ist der gleiche wie immer. Du lässt sogar den älteren Herren über die Straße gehen - du hast dich. Gefangen. Hier, in diesem Wendehammer merkst du, wer du wirklich bist. Und wo du herkommst. Und fährst los.

“Noch mehr Mixkasette und noch mehr Achterbahn.”

Nächste Seite »