strickleiter.net

29. Oktober 2008

bewaffneter Weltfrieden

Die Seele wird verkauft.

Ich kenne langsam immer mehr Menschen, die nicht nur den Dienst an der Waffe nicht ablehnen - den Dienst für das Vaterland; einer Institution, gebaut auf reinem Zufall; einer Gegebenheit ohne eigener Kraft entstanden -, sondern sich auch noch für XX Jahre (zweistellige Zahl!) verpflichtet lassen. Verpflichten für das Vaterland, für den Staat.

Es ist nicht so, dass ich ihnen vorschreiben möchte, dass sie massive Fehler machen; Das liegt vermutlich im eigenen Ermessen und ich will hier keinem meine Meinung aufdrücken; Nur denke ich, dass bewaffnete Wehr der falsche Weg ist. Und eine Schutzstaffel so effektiv wie Bier für den Regenwald ist.

Eigentlich nicht wirklich.

25. August 2008

Identität mal Elf

Ab heute sind alle Menschen Deutschlands durch eine Nummer erkennbar - sogar meine 4jährige Schwester. So sind Namen endlich überflüssig - hier eine Presseerklärung, die mir plötzlich vorlag - und die eventuell auch von mir verfasst wurde:

Es wird nicht lange dauern, da werden, wie angekündigt, Personalausweise ebenfalls aus Angabe der Nummer, sowie sämtlichen, biometrischen Daten bestehen. Andere Beiläufigkeiten wie Name können dann ja auch getrost entfernt werden.
Auch hier sei zu beachten: Wer gewitzt ist, kommt weiter. Lustige Kombinationen aus Zahlenlautschrift können die Zukunft sein.

Vorbei mit “Zecke” oder “Penner” … “NuSi” oder “Füvidre” - das ist die Zukunft!

Auch die Partnerwahl kann viel einfacher von Statten gehen: Quersummenvergleich! Da die Zahlen in Dreierblöcken unterteilt sind, kann auch endlich dafür gesorgt werden, dass Astro-Telefonisten nicht von der Jobarmut betroffen sind. Die ersten Quersumme könnte beispielsweise für die Geschicklichkeit stehen. Meins wäre eine 5 - auf einer Skala von 0 bis 18 ist das also eher ungut. Die zweite Quersumme (auf einer Skala von 0 - 27) wäre dann das statischgesehen durchschnittliche Glück pro Jahr (18)…. Ihr merkt, die Möglichkeiten sind nahezu unerschöpflich.

Auch dieses lästige Telefonnummernmerken könnte endlich der Vergangenheit angehören: Eine einfache Durchreiche an die jeweilige Nummer - Perfekt!

Und wenn man seinen eigenen Namen mal vergisst - kein Problem: In Zeiten von Personalisierung und modernen Ellenbogengesellschaften schaut man einfach auf seinen Joghurt - die automatische Besitzererkennung wird schon die korrekten Zahlen zeigen! Auch Streitigkeiten um den Besitz von WG-Kühlschränken sind somit bald nur noch lästige Erzählungen “von damals”

Unvorstellbar auch Datenpiraterie - durch das Abschaffung komischer IP-Adresse und die Einführung des Internetpasses, dass unsere Nummer direkt jedem vor die Nase hält, ist mehr Segen als Fluch und kann endlich dafür sorgen, dass niemand unentdeckt bleibt.

Natürlich gehen wir davon aus, dass das Volk völlig hinter unseren Ideen steht.

Seien Sie ganz unbesorgt, in Zukunft wird nichts mehr so, wie es war.

26. Juni 2008

Sommer, Bratwurst und die Türkei

Public Pöbling

Da ist er also. Der Sommer, die Ferien. Die Freiheit. Die Freizeit. Während andere das haben, was ich haben könnte, die offene Tür nach Draußen, bleibt mir ein Jahr. Aber das ist auch gut so; Mit diesem Abi-Schnitt würde ich nicht einmal als Klempnergehilfe genommen werden.

Und wie eröffnet man einen Sommer? Mit Draußen. Nachdem letztes Jahr Musik die 6 schönsten Wochen des Jahres eröffnen durfte, gab’s dieses Jahr einen Geburtstag inklusive Public Listening (siehe Bild); Warum nicht. Schließlich bin ich trotzdem Aufenthalt im direkten Krisengebiet absolut verschont worden.
Und was hat das so zu bieten? Wir gehen ins Studio (Woche 4), ich habe ein ganzes Haus für mich allein (3–W-O-C-H-E-N-!). Ich fahre zwei Wochen nach Hooksiel (schon Sa~amstag!) und ich bin sehr optimistisch.

Jetzt begleitet mich aber erstmal der Bratwurstsalon ins Bett. Gute Nacht.

16. Juni 2008

Ist es echt schon so weit mit mir?

I had a dream - ich träume vom heutigen Fußballspiel. 5:2 für Österreich. Wenn das eintritt, geh ich morgen meine Ersparnisse vertippen! Hrhr. Wenn nicht: Schade.

20. April 2008

Deutschland: Reloaded

Hurra, ich glaube es geht los. Wieder.

Nachdem ich mich vor 2 Jahren schonmal darüber aufregte, dass das Deutschtum endlich wieder mit einem Wir-Gefühl, respektive einem Stolz, assoziiert wird, fängt’s schon wieder an:

Die Fanmeile in Berlin durfte gestern ihren Testlauf als Begleitung zum DFB-Finale genießen. Und womit? Garantiert nicht mit Recht.

Ich verstehe ja so einiges nicht. Aber am Fremdesten ist mir eigentlich, wie Menschen, die davon reden, dass man auf ein Land wie Deutschland, mit einer Vergangenheit wie Deutschland, niemals stolz sein dürfte, im gleichen Atemzug ihren Fahnen an die Autos pappen und hupend die Innenstadt terrorisieren.
So bleibt als letzter Hoffnungsschimmer am schwarz-rot-güldeen Horizont, dass die EM eine Woche kürzer ist, als die WM - und der patrio-idiotische Rausch demnach nur 3 Wochen anhält. Hoffnungsschimmer, bitte.

11. April 2008

You may be my Diener

t2. Kommentarlos. (Nette Menschen, große Überraschung. Glück gehabt, kein steifes Knie. Keine Schamverletzung, bestes Ergebnis im Hör- und Sehtest)

26. März 2008

Dem deutschen Volke

Habe Bescheid gekriegt; Musterung, Ganzkörperuntersuchung. Also, los, los. Atteste suchen, Verweigerung schreiben. Würgh.