Das Familienfest
Großartig wir waren auf einem Geburtstag. Ansich keine weltbewegende Geschichte, wären da nicht Klischeeanhäufungen en masse.
Wir lernten sie alle kennen, Menschen, dessen Namen ich, der Anonymität halber, veränderte. Es fing an damit, dass sich Eltern vorstellten, Verwandte ebenfalls. Dann gings ins ‘Jugendzimmer’, dort lernten wir 2 neue Jugendliche kennen. Laut, brachial, im negativen Sinne, wild. Sie ‘fach’-simpelten über diverse Dinge, die ihre nicht vorhandenen Musikkenntnisse ins Rampenlicht stellten und beklebten sich mit Alufolien-Verpackungs-Schließungsmechanismus-Klebestreifen.
Einige Momente, Schreie und Diskussionen später gings in den Garten, die Jungs, die Streifen noch am Rücken, liefen an mir vorbei. Ich musste lachen, sie wussten nicht wieso. Wieso wohl?
Später am Abend fuhren wir ins Kaiser-Eck. Ja. Nomen est omen. Zwar hatte ich den Jungs bisher im Geiste unrecht getan, denn: Sie waren nett, zuvorkommend, man konnte sich mit ihnen unterhalten, aber trotzdem.
Später Abend verabschiedeten wir uns von ihnen. Die Klebestreifen noch am Rücken.
Und eigentlich waren sie wirklich nett.
