strickleiter.net

16. November 2008

Wenn alle nicht mehr so ganz dicht sind…

Diskussionen ebnen einen Weg, den ich nicht, jemand anders doch gehen will. Armutszeugnisse, Eifersucht und Egomanie drücken sich Klinken in die Hand, von dessen Nicht-Existenz ich bis gestern überzeugt war.

Lächerlich und Traurig, lieber M.!

11. November 2008

<3jahre


11. August 2008

So ein Leben kostet ungeheure Kraft - ich will den treffen, der das alleine schafft

Komisch - wir führten neulich eine Diskussion darüber, ob es uns/mir “heute” besser geht, als “früher” - zu dem düsteren Zeiten.

Ich weiß nicht. Ich glaube daran nicht. Ich denke - oder bin mir gar sicher, dass es immernoch genauso gut/schlecht geht wie immer. Nur die Ventile sind Andere.

9. Juli 2008

Ich denke daran

Eintrag aus dem Urlaubstagebuch
(Hooksiel 28.6.-12.7.)

Ich denke an durchzechte und um die Ohren geschlagene Nächte. Tage,

die zu Nächten wurden.
Viel schlechter oder gar kein Schlaf.
…An bunte Augen, Gehversuche als Remixer, Räucherstäbchen, Pierre

und den irish Pub.
Scheiße, Zeiten der Trauer waren die Schönsten.
Alles war so neu, unbekannt.
Ich denke an Menschen, denen Unrecht getan und singapurische

CD-Händler.
Ich denke an Deja-Vus und daran, wie ich genau diese Phase noch

einmal durchleben musste. Durfte. Konnte.

Ich denke an Fruit’n Yoghurt, Wasserspielereien und Philosophentexte

am Ruhrpark.

Ich denke an Anfang des Jahres, als sie meinen Platz, den

Viktoriaplatz, dem Erdboden gleich machte. Vergangenheit wurde

zerstört. Wer nicht mit der Zeit geht, geht gegen sie.
Ich liebe Veränderung und bin gegen den Alltag.
Aber ich hasse das stets Moderne, Kühle.

Ich denke daran, dass ich immer einen dieser Sätze zu meinen Grundsätzen aufgenommen habe. Wieso freuen, dass es da war, wenn’s vorbei ist? Ein Jammer, dass mein Über-Ich und mein Es nicht koordinieren wollen. Oder können.

Ich denke daran, wie meine Bastion des Glücks letztes Jahr April vor einem kleinen, einsamen Scheißer zunichte gemacht wurde.
Ich werde Verfolgt.
Der Verfolger ist Ich.
…er hat das alles schon gesehen.

Ich denke daran, dass ich glücklich sein sollte. Und bin.
Dass alles besser ist, denn je. Doch wo ist der Kontrast?

1. Juli 2008

Ewigkeit

Eintrag aus dem Urlaubstagebuch
(Hooksiel 28.6.-12.7.)

Ewigkeit. Was für ein schönes Wort. Sehr traurig, dass die Wortinflation vor ihm nie Halt machte.
Sie sprach ganz früher oft von Ewigkeit.
Das war weit vor meiner besten Zeit.
Der Zeit mit Intellekt und Spontanität, Witz und Charme.

Alter tötet.
Nicht nur Menschen.

Die andere Sie sprach einmal, beiläufig im Nebensatz, davon, dass sie etwas wusste.

“Klar, ist besser, wenn du das nicht sagst.”

4 Jahre schleppe ich schon Neugier mit mir herum und durch die Welt.

Go Breathe. Silence.

Nichtwissen ist kein Segen. Vergangenheit lähmt.

Don’t look back. Waste your breathe and speak. Don’t look back in Anger.

Wie kommt es, dass mir junger Schorf lieber ist, als eine Wunde, die ich nie verbinden konnte?
Ist um, um mit persönlichem Verdienst aus der Sache zu gehen?
Um ihm daraus zu ziehen?
Ideen sammeln?

Oder ist es, weil ich es gewohnt bin?

Oder gar, weil Narben, die bleiben, besser sind, als solche, nach denen später immer suchen muss?

Ich denke, es ist die Mischung aus allem. Aber ich schaue zu oft zurück. Keine Mausoleum. Nie.

Der April macht eben was er will. Auch im Juli und August.

30. Juni 2008

Bekennerschreiben

Eintrag aus dem Urlaubstagebuch
(Hooksiel 28.6.-12.7.)

Ja. Ich bin Teil des Ganzen.
Keine Chance auf Rettung.

Generation Praktikum, Hartz IV, Zentralabi. Ich bin ganz vorn mit

dabei.
Und das Schlimmste: Ich zweifle an der Richtigkeit von

Entscheidungen, die sich spontan richtig anfühlen. Alles, was ich

mir für mich in den letzten Jahren aufgebaut, angefressen und

erkämpft habe, nur ein großer Haufen Scheiße?
Bin ich nicht mehr Ich, wenn ich plötzlich Sport treiben will?
Wieso bin ich inkonsequent so und bleibe Tage lang gleich?
Früher war Veränderung Teil täglichen Leben meinerseits. Aber wann

kam die Endstation?

Es gibt oft Momente, in denen mein Körper Endorphinmangel zu verzeichnen hat; Wu, Trauer, Hass. In mir kocht’s. Oft angetrieben von kleinsten, üblicherweise belanglosen Auslösern.
Wieso das so ist?
Ich weiß das nicht.

Ja, ich bin ein affektgetriebenes Stück Fleisch.
Generation Doof? Aber Hallo!

25. Mai 2008

2000 Gavins.

Es gibt 2000 Gavins auf der Welt.

Aber nur einer hat bunte Haare und Strickleitern.

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