Oh man… was für ein Wetter. Was für ein Leben - in so einem Winter.
Zugegeben; Der Winter hat gerade erst angefangen - zumindest gefühlt. Denn: Winteranfang ist und bleibt Ende Dezember.
Was mein Winter zu bieten haben wird? Bayern. Vermutlich durchtrunken aber durch und durch amü- und süffisant. Haha. Sehr schön, wie?
Und weiter? Der Schnee von Gestern (völlig unmetaphorisch gemeint…) ist nur noch eine große Pfütze Matsch - das was vom Himmel kommt, ist nicht mehr als nasse Plörre. Vom Schnee keine Spur.Draußen.
Und drinnen? Man weiß es nicht; Ich bin ja grundsätzlich ein Freund von großer Lebensfreude. Aber auch vom tiefster Melancholie. Und die soll es jetzt schaukeln? Vielleicht.
Meine Compilationsammlung, die den Winter akustisch ummalen soll, umfasst jetzt sieben CDs. Sieben. Die böseste aller Zahlen.
Es heißt, die Sieben sei die blaueste die Zahl - und keine andere Zahl ist zugleich einstellig und zweisilbig. Mythen und Legenden ranken sich. Stichwort: Todsünden.
Und die Sieben soll mein Winter sein? Blau? Oder kommt da noch etwas? Vielleicht ist mein Geist schon auf Winter eingestellt - bestes Beispiel: Ich habe ja nicht mitgezählt, aber dies hier müsste der achte oder neunte Artikel über die kalte Jahreszeit werden - mein Körper ist es nicht. Und dennoch: Ich verweile in der Hoffnung, dass man mir die Möglichkeit gibt, relativ ungrippig über die folgenden Monate zu kommen. Es ist sogar so, dass ich der Meinung bin, mein Grippepensum für dieses Jahr komplett aufgebraucht zu haben.
Ich meine: Die Krankheit, die sämtliche Grippesympthome freundlicherweise auf knapp 2 1/2 Monate streckte, steckt mir immer noch in den Knochen. Zu verdanken ist das übrigens dem Aufenthalt in Rom. Ich erwähnte das schon einmal? Gut.

Eine Reihenhaussiedlung, die einen zum Ausbruch zwingt.
Ein Winter, der dagegen einbricht.
Und einer, der Fotos macht.
Ich mag Schnee. Ich mag keine Matsche. Und ich mag nicht im Schnee autofahren.
Zirkus.
Ich war gestern im Zirkus! Nach gefühlten 205151 Jahren (wenn nicht sogar 205152). Und ich wurde nicht enttäuscht. Nicht enttäuscht, was meine Annahme anging, dass mich der Zirkus einfach nicht mehr so “anmacht”, wie, als ich fünf Jahre alt war. Artisten; Ja, das begeistert mich. Zwischen der Angst, einem Menschen beim Fall aus höchsten Höhen zuzusehen und nicht helfen zu können und der Bewunderung, dass diese Angst unangebracht ist - das gefällt mir.
Nicht gefallen tut mir aber eine Instrumentalisierung von Lebewesen des Unterhaltungswertes wegen. Es ist nicht cool, nicht unterhaltsam, nicht lustig, wenn ein Braunbär - gezüchtigt durch diverse Gürtel um Mund und Arme - angsterfüllt auf einem Ball über zwei Schienen balancieren muss. Und sein Blick - auch wenn Bären kein Mimenspiel kennen sollen - sagt nur eins aus: Angst.
Es ist nicht cool, nicht unterhaltsam, nicht lustig, wenn Tiger aus Angst ihre Ohren anlegen, sich ducken, weil sich nicht mehr auf einem lustigen Hocker mit Sternchen drauf stehen können, weil sie erschöpft sind, aber wissen, dass sie, wenn sie herunterfallen, etwas erwarten müssen, was nicht zu verantworten wäre.
Es ist nicht cool, nicht unterhaltsam, nicht lustig, als Zuschauer Machtdemonstrationen der Rasse Mensch zu beobachten. Und zu wissen: Du bist auch einer.
Fremdschämen auf höchstem Niveau. Ohnmacht galore.
Jährlich wählen die Gesellschaft für deutsche Sprache und die Universität Frankfurt jeweils ihr Jahres(un-)wort. Interessant wird, was denn dieses Jahr so gewählt wird. So kam “Bundestrojaner” 2007 auf Platz Neun - in der gleichen Wahl, in der “Klimakatastrophe” zum Wort des Jahres gewählt wurde. Wie unnovativ!
Mein Wort des Jahres wäre übrigens Managergehalt. Und mein Unwort… auch!
Mein persönliches Wort des Jahres dagegen vermutlich Abiturzulassung… oder Führerschein. Und Getriebeschaden.
…schreibt zumindest derWesten und wenn ich herausschaue, die Wetterwarnung bezüglich der schweren Sturmböen betrachte und die Internetwetterprognosen, die sagen, dass es heute Abend schneien soll(/schneien wird?), glaube ich… sie haben Recht!
Einfach nicht Mitmachen ist keine Form der Ablehnung; Höchstens von Desinteresse.